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FaPdZ "IT - Quo Vadis?"

Beim Impulsfrühstück der Reihe Führen am Puls der Zeit stellten sich ein hochkarätiges Panel samt wissbegierigem Publikum die Frage "IT - Quo Vadis?".

Denn die neuen Technologien rund um Künstliche Intelligenz haben in der IT und darüber hinaus viel Potenzial für große Veränderungen.

 

Zu Beginn stellten die Diskussionsteilnehmer:innen fest, dass die durch KI angefangene Transformation bei den Menschen eine Mentalitäts- und Einstellungssache ist. Sehe ich darin - neben verständlichen Einwänden - Chancen oder begebe ich mich gleich in eine Abwehrhaltung?

Die Veränderung durch KI betrifft dabei keineswegs nur die IT-Abteilungen - alle Mitarbeitende müssen auf den Weg ins neue Zeitalter mitgenommen werden.

Durch neue Technologien werden sich viele Arbeitsbereiche verändern oder zu einem gewissen Grad verschwinden. KIs können aus Charts automatisch Berichte erstellen, bisher Handarbeit. Sie können Marketingkampagnen erstellen und Codes schreiben.

Die Diskutant:innen hielten zentral fest, bei all diesen Veränderungen die Menschen mitzunehmen und auf eine gesundes Tempo der Technologien zu setzen. Mitarbeitende müssen befähigt werden, mit KI sinnvoll und ohne Angst umzugehen.

 

Dabei gibt es durchaus viele berechtigte Sorgen rund um die rasante Entwicklung - KI kann schon jetzt Stimmen, Bilder und Videos täuschend echt nachmachen. Somit wird ein zentrales Thema im Umgang mit KI sein, weiterhin Cybersicherheit und  Authentizität zu gewährleisten. Sonst entstehen beispielsweise viele Fake-Anrufe, die beauftragen Geld zu überweisen.

Dabei gibt es auch positive Beispiele: Avatare von Führungskräften können - gut eingesetzt - viele Fragen von Mitarbeitenden klären, ohne deren Zeit tatsächlich in Anspruch zu nehmen.

 

Auch die Bildungsseite wurde in der Diskussion abgedeckt - dort ist der Einsatz ChatGPT längst angekommen. Dabei müssen Übungs- und Prüfungsformate umgestellt werden, damit sich weder Lehrende noch Lernende nur noch auf Antworten von KI verlassen, ohne selbst etwas dabei zu lernen.

 

In einer Abschlussrunde wurden zwei Aspekte im Umgang mit KI besonders hervorgehoben:

  • Die Authentizität von Nachrichten, Aussagen, Videos und Gesprächsinhalten werden in Zukunft in den Fokus gerückt werden. Persönliche Treffen werden wieder wichtiger, um sich der anwesenden Personen und ihrer Echtheit sicher zu sein.
  • Trends wie neue Technologien gehören nicht nur in IT-Abteilungen, sondern in die Mitte der Unternehmen und ihrer Mitarbeitenden. Alle werden sich mit KI auseinandersetzen müssen und diese in ihren Arbeitsbereichen zielführend einsetzen.

 

Insgesamt wurden in der Diskussion viele Fragen aufgeworfen, auf die noch keine definitive Antwort verfügbar ist. Ganz entscheidend ist jedenfalls, alle Menschen auf dem Weg ins nun nicht nur digitale, sondern KI-Zeitalter im passenden Tempo mitzunehmen.

Begleitet hat die Diskussion die Graphic Recorderin Anna Egger. In der kurzen Zeit der Veranstaltung  hat sie das Wesentliche auf einem Flipchart festgehalten - um die spannenden Erkenntnisse und Fragestellungen für andere zur Verfügung zu stellen.

Graphic Recording by Anna Egger | www.anna-egger.com

 

Schlaglichter aus der Diskussion:

Andreas Huber, Doppelmayr: "Neue Technologien werden kurzfristig überschätzt und langfristig unterschätzt."

Andreas Pichler, Gebrüder Weiss: "Im Sillicon Valley gibt es kein "geht nicht" - dort wird einfach ausprobiert. Da hat Vorarlberg noch Aufholbedarf in der Mentalität."

Helmut Schöpf, Gebrüder Weiss i.R.: "Wir reden immer über Programme und Technologien - wo bleibt die Bedeutung für den Menschen?"

Manuel Eugster, Rhomberg: "Taschenrechner liefern ein deterministisches Ergebnis, KI ein probabilistisches - diesen Unterschied müssen wir lernen."

Regine Kadgien, FH Vorarlberg: "In der Bildung müssen wir andere Arten von Übungen entwickeln - sonst sieht es in Zukunft so aus: Lehrende lassen sich von ChatGPT Übungsaufgaben erstellen und Studierende lösen diese wiederum mit ChatGPT - gelernt hat dann niemand etwas."

 

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